View of the moor
Photo series from the drone
Hier zeige ich Fotos von Moorgebieten aus der Vogelperspektive, die ersten Bilder entstanden im Oktober 2024 die neuesten sind im März 2025 im Auftrag einer Stiftung mit der Hasselbald Drohne aufgenommen.












Moore besitzen eine enorm hohe Speicherfähigkeit von Kohlenstoff, jedoch nur wenn sie unter Wasser stehen. Kohlenstoff im Moor zu belassen macht also Sinn und es ist mit Hilfe von Wasser aus der Umgebung relativ einfach zu erzielen.
Kohlendioxid (CO2) ist eine Verbindung von zwei Elementen. Genau aus einem Atom Kohlenstoff und zwei Sauerstoff-Atomen. Kohlendioxid (CO2) entsteht bei sämtlichen Verbrennungsprozessen, wie Verkehr, Heizung und Industrie.
Kohlendioxid (CO2) wird gebunden z.B. in Moorboden, Kohle, Erdöl und Erdgas, Pflanzen wie zB. Holz. Das Gas (CO2) entsteht bei Verbrennung fossiler Energietträger, es entweicht aber aus trockengelegten Moor- und Moorwiesenböden und gelangt in die Athmosphäre, wo es die negativ klimawirksam wird. Deshalb wird der einst durch Gräben abgesenkte Wasserspiegel von Mooren neuerdings durch Aufstauen wieder angehoben. So bleiben enorme Mengen Kohlenstoff im Moor gespeichert. Und davon profitiert die Pflanzen- und Tierwelt. Das nasse Moor wird als Lebensraum von Kleinstlebewesen, Amphibien, Säugetieren und Vögeln rasch attraktiv.
Angst vor dem Moor

Einst ging man dem Moor aus dem Weg, denn es war nass, sumpfig, also wild und gefährlich. Ob die mit Mooren verbundene Ängste mit Menschenopfern der Bronzezeit zusammen hängen, wer weiß das schon genau?
Seit weit über einem Jahrhundert wurde der Torf zum Heizen gebraucht. Vermutlich auch um Glasbläsereien zu betreiben. Moor und Heidegebiete liegen geografisch oft nah bei einander. Das Heizen mit Torf war in ganz Nordeuropa verbreitet. Getrockneter Torf war zudem eine begehrte Handelsware, die gut schiffbar war. In Bremen Findorff erinnert der als Museumshafen betriebene Torfkahnhafen noch heute daran, dass die Torfstecher der Moore um Worpswede herum lange den Brennstoff für die Bürger der Hansestadt Bremen lieferten. Die Familien der Torfstecher waren schlecht ernährt und arm, die Menschen von ihrer harten Arbeit ausgezehrt.
In den Niederungen des Emslands auch zwischen Hamburg und Bremen liegen ausgedehnte Moorgebiete. Fast alle Moore sind, erst von Hand, dann maschinell, wie zB. das Teufelsmoor abgetorft worden. Doch sobald Kohle und Heizöl billiger zu kaufen war als Torf, der keinen hohen Brennwert besitzt, wurde das Torfstechen von Hand mit dem Moorspaten aufgegeben. Doch nun begann die Zeit der industriellen Abtorfung für den Einsatz in Gärten; diese großflächige Verwüstung wird leider noch jahrelang fortgesetzt, weil die Firmen schon vor Jahrezhnten langfristige Verträge abgeschlossen haben.
Rückblick
Zum Abtorfen mußte zuerst das Wasser aus dem Moor entfernt bzw abgeleitet werden. Die Entwässerung wurde mit mit Hilfe von tiefen Gräben, die von Hand ausgehoben werden mußten, erreicht. Erst nach dem der Wasserstand um ca. 2 Meter abgesenkt worden war gingen die Torfstecher ans Werk.
Doch die Torfballen waren trotz der Entwässerung sehr feucht und schwer, deshalb mußten sie auf höher gelegenen Plätzen und Dämmen aufgestapelt werden um von Wind und Sonne getrocknet zu werden. Die Größe ähnelte einem Ziegelstein. Ich erinnere mich gut an die Zwangsarbeiter aus dem Gefängnis Glasmoor, die hier unter Bewachung im Wittmoor mit dem Torfspaten zum Einsatz kamen.



Blick auf ökologisch wertvolle Feuchtgebiete
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