„The estuary is 15 kilometers wide.“
Der Mündungstrichter ist ein einzigartiger Naturraum, dort wo Elbstrom und Meer sich treffen weitet sich die Elbe zum Ästuar in einer Breite von 15 Kilometern.
Der Wechsel von Ebbe und Flut prägt dieses schwer zugängliche maritime Areal. Die Elbe kann ihre Wasser nur loslassen, wenn die Wassermassen der Nordsee sich zurückziehen.
Jetzt fallen die Sände, auch Sandbänke oder Platen genannt nach und nach trocken. Salzliebendes Plankton aus dem Meer dringt weit bis hinter Glückstadt in die Elbe hinein, dann stirbt es durch Einwirkung von Süßwasser ab. Dieser Trübstoff treibt im Strom, bis es sich in ruhigen Bereichen schließlich als Schlick (Schlamm) ablagern kann. Die Tier- und Pflanzenwelt hat sich auf diese Achterbahnfahrt eingestellt. Der Mensch greift seit zwei Jahrhunderten mit mächtigem Gerät ein und baggert was das Zeug hält.
Der breite Elbstrom ist trotz der Eindeichungen bis heute sehr dynamisch, nimmt und gibt Sedimente. Neun mal wurde die Elbe in der Geschichte ausgebaggert, ihre Fahrinne vertieft teilweise begradigt. Nur wenige Bereich3e sind sich selbst überlassen wie hinter den Inseln Auberg-Drommel und Pagensand.
Das Welterbe Wattenmeer wird als Nationalpark geschützt, das beginnt bei Scharhörn und liegt im Dreiländereck von Schleswig-Holstein, Niedersachsen und dem Hamburger Gebiet. Elbschlick hier zu verklappen hat (leider) Tradition. Die beiden norddeutschen Flächenländer leiden mit ihren verschlickten Häfen besonders an den Zuflüssen der Elbe sehr und würden dem Ausbringen von Baggergut nur gegen Zahlung zustimmen. Ob sich das Problem lösen läßt, in dem das Verklappen der Sedimente in Richtung Helgoland verlagert werden soll, wird sich in Zukunft zeigen.

Das Elbe Ästuar ist weltweit einzigartig! Dieser weite Mündungstrichter ist bei Cuxhaven 15 Kilometer breit.
Das Verklappen von belasteten Flußsedimenten auf sensible Bereiche des UNESCO -Welterbes auszudehnen vergrößert die Probleme für die Umwelt.
Estuary of river Elbe near Cuxhaven in northern Germany, aerial photo at low tide. The estuary is 15 kilometers wide.


Und deshalb bin ich besonders froh, wenn ich mit meiner Fotoserie etwas im Bild festhalten kann, was als „Natur“ besonders empfindlich und stark bedroht ist.
Warum die Elbe sich so weit dem Meer entgegen spreitzt? Weil seit Jahrtausenden Gezeiten, Wind und Wellen vor allem aus Nordwest dem Strom entgegen wirken. Die Neigung der Erdachse spielt zudem auch eine wichtige Rolle.




































Großartige Serie von unglaublichen Bildern herzlichen Glückwunsch!!👏🏻👏🏻👏🏻
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Herzlichen Dank für das Lob und deinen Glückwunsch! Das freut mich natürlich…
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